re:publica 2008 am zweiten Tag durchweg multithematisch
3. April 2008 von Kristian
41 verschiedene Veranstaltungen wurden heute auf der Konferenz re:publica angeboten. Drei davon haben sich direkt oder indirekt mit der Vermarktung von Blogs beschäftigt, und diese haben dann wieder in der offenen Wunde gebohrt: darf man als Blogger Werbung machen?
Besonders umstritten sind dabei Trigami und adical, die versuchen Vermarktungsstrategien für Blogs umzusetzen. So diskutierten Don Dahlmann, Robert Basic, Remo Uherek (Trigami), Thomas Knüwer und Sascha Lobo (adical) durchaus kontrovers mit dem Publikum zum Thema Geld verdienen mit Blogs. Dass kommerzielle Unternehmen keine Geschenke an die Blogger machen, sollte sich von selbst verstehen, über die Praktiken lässt sich ebenso diskutieren, aber leider wird die Diskussion oft zu emotional geführt, entgleitet dann auch in Beleidigungen - auf der re:publica und ebenso außerhalb.
Wie schon eingangs erwähnt ist die re:publica 2008 alles andere als monothematisch. So zeigte Sean Bonner das Spannungsfeld zwischen local issuses on a global scale auf im Vortrag Taking Back Local Media:
Am Beispiel des Netzwerkes des Metblogs versuchte er die Veränderung der alten Medienwelt darzustellen im Zusammenhang mit der Blogosphäre:
The power of the individuals AND the group.
Dies machte Bonner an lokalen Ereignissen deutlich, die globale Zusammenhänge oder Auswirkungen hatten wie z.B. der Hurrikan in New Orleans. Dabei waren Blogger des Metblogs vor Ort, die Nachrichten aus erster Hand lieferten. Insofern ergänzen sie die alten Medien in der Berichterstattung, können sie manchmal sogar korrigieren.
Auf großes Interesse stieß auch die Podiumsdiskussion zum Thema Bloglaw reloaded. Was dürfen wir bloggen? mit Stefan Niggemeier, Thorsten Feldmann und Till Jaeger in der neben dem Callactive-Fall Rechtsfragen der Blogosphäre geklärt wurden.
Und was die Polizei mit der Blogosphäre zu tun hat, wurde heute ebenso beantwortet.
P.S. Die übrigen Bilder der re:publica finden sich in der Blog-Galerie.
